Ein Stückchen Geschichte

DEG setzt ihre Auswärtsserie fort

Foto: Birgit Häfner

von Tobias Kemberg

Vier Siege in Folge auf fremdem Eis zum Start in eine DEL-Saison gelangen der Düsseldorfer EG bis zum Mittwochabend erst ein einziges Mal – 1995/96, im bislang letzten Meisterjahr des Klubs. Mit dem 2:1 nach Verlängerung bei den Grizzlys Wolfsburg wurde dieser Vereinsrekord eingestellt. Den entscheidenden Treffer in der Overtime erzielt Daniel Fischbuch.

5:4 nach Penaltyschießen in Köln, 6:3 in Krefeld und 6:5 nach Verlängerung in Iserlohn. Nach drei Auswärtssiegen in Folge zum Start in die neue Saison der Deutschen Eishockey Liga strebte die Düsseldorfer EG am Mittwochabend ein kleines Stück Historie an. Mindestens vier Erfolge auf fremdem Eis zum Beginn einer Spielzeit hatte es für die Rot-Gelben in der DEL bislang nur einmal gegeben: 1995/96 unter Trainer Hardy Nilsson, im letzten Meisterjahr des Vereins.

Damals waren es sogar sechs Auswärtssiege am Stück, ehe ein 3:3 bei den Löwen Frankfurt diesen Lauf stoppte. Im Jahr 2021 gibt es (längst) keine Unentschieden mehr und die Löwen sind schon eine gefühlte Ewigkeit kein Teil der höchsten Spielklasse mehr. Dafür gehören inzwischen andere Klubs der DEL an, wie beispielsweise die Grizzlys Wolfsburg, bei denen die DEG jenes Stückchen Geschichte schreiben wollte – und letztlich konnte. In einer Begegnung zwischen zwei Mannschaften auf Augenhöhe setzte sich das Team von Trainer Harold Kreis mit 2:1 (1:0, 0:0, 0:1, 1:0) nach Verlängerung durch und feierte den fünften Sieg im siebten Spiel.

Torhüter Hendrik Hane wehrt 27 von 28 Schüssen auf sein Tor ab

Alexander Barta (6.) sorgte mit seinem fünften Saisontor für die frühe Führung der Düsseldorfer. Diese hatte bis zur ersten Pause Bestand, weil die mit 25 Gegentoren in sechs Partien bis dahin zweitschlechteste Defensive der Liga endlich einmal deutlich kompakter auftrat und Torhüter Hendrik Hane alle Scheiben sicher abwehrte, die dann doch noch auf ihn zuflogen. Am Ende des Abends standen 27 Paraden des 20-Jährigen auf dem Spielberichtsbogen.

Zu Beginn des mittleren Spielabschnitts verpasste die DEG das mögliche 2:0 gleich mehrfach. Abgesehen von der Chancenverwertung gab es jedoch grundsätzlich wenig zu bemängeln. In der Folge wurden die Grizzlys zwar nun stärker, nach 40 Minuten betrug das Schussverhältnis 21:14 aus Wolfsburger Sicht, doch das Ergebnis änderte sich nicht. Mit der knappen Düsseldorfer 1:0-Führung ging es ins Schlussdrittel – selbst das im bisherigen Saisonverlauf so wacklige Unterzahlspiel machte der DEG keinen Strich durch die Rechnung.

Daniel Fischbuch ist wie schon in Iserlohn der Matchwinner

Ein haarsträubender Fehlpass von Marco Nowak in der eigenen Defensivzone leitete den Ausgleichstreffer für die Wolfsburger ein. Der Verteidiger spielte den Puck unachtsam von hinter dem eigenen Tor auf den im Slot wartenden Anthony Rech (51.). Der bedankte sich artig, indem er Nowaks „Geschenk“ annahm und das 1:1 erzielte.

So ging es bereits zum fünften Mal seit dem Saisonstart in die Verlängerung. In der sorgte DEL-Topscorer Daniel Fischbuch nach 121 Sekunden mit seinem fünften Saisontreffer für die Entscheidung. „Zum Glück konnten wir den zweiten Punkt mitnehmen. Aber wir müssen auch dringend daran arbeiten, mal drei Punkte mit nach Hause zu nehmen“, sagte der Siegtorschütze, der zuletzt auch das 6:5 nach Verlängerung in Iserlohn entschieden hatte.

Statistik: Grizzlys Wolfsburg – Düsseldorfer EG 1:2 n.V. (0:1, 0:0, 1:0, 0:1)
DEG/Tor: Hane (Pantkowski); Abwehr: Jensen, Cumiskey – Ebner, Nowak – Zanetti, Johannesen – Eder; Angriff: Alanov, Olimb, Fischbuch – Kammerer, Barta, Flaake – Karachun, Carey, From – Jahnke, Buzas, Ehl
Schiedsrichter: Steingroß/Schukies
Zuschauer: keine
Tore: 0:1 (5:26) Barta (Flaake), 1:1 (50:08) Rech, 1:2 (62:01) Fischbuch (Jensen, Carey)
Strafminuten: 6:6
Torschüsse: 28:21

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